ANDACHT ZUM MONATSSPRUCH
Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.
(Römer 8,18)
Etwas pathetisch mutet er an, der Monatsspruch für den Monat März. Doch der Tonfall erklärt sich, wenn man auf die Lebenssituation blickt, der er entstammt. Vieles nahm der Apostel Pau1us für seine Missionstätigkeit in Kauf. Er wurde mehrfach inhaftiert, erlitt Schiffbruch und erlebte auf seinen Reisen Anfeindungen und Entbehrungen. Wenn er von den "Leiden dieser Zeit" spricht, ist deutlich, was gemeint ist - in einer dem jungen Christentum feindlichen Welt gab es für ihn mannigfache Anfechtungen, Sorgen und Leiden zu durchstehen.
Äußerlich lässt sich in deutschsprachigen christlichen Gemeinden verglichen mit diesen Anfängen kaum von Nöten sprechen. Doch Leiden entsteht nicht allein aus äußeren Umständen und Nöten. Es kann auch daran aufbrechen, dass man sich vor Lebensaufgaben gestellt sieht, die die eigene Kraft zu übersteigen drohen. Es stellt sich dort ein, wo ganz persönlicher Schmerz aufbricht.
Für Zeiten des Leides weist das Wort des Apostels Paulus dem Blick eine Richtung. Er setzt dem Leid eine Hoffnung entgegen. "Es kommen auch wieder andere Zeiten" - diese schlichte Wahrheit vergisst man leicht, wenn die Dinge über einem zusammenschlagen. Hier geht es um eine Hoffnung, die den Blick nicht nur auf bessere Zeiten, sondern zum Licht lenkt. Gott schläft nicht und er findet Wege und Möglichkeiten, wo unsere Welt finster und unser Horizont zu Ende ist.
Uwe Rieske
Der Monatsspruch lädt uns ein, vom Apostel Paulus zu lernen: Er kannte die Formen, durch die Leben mit Leid beschwert werden kann. Gewichtig ist daher sein Hinweis auf die Herrlichkeit Gottes. Diese Herrlichkeit wird alles Leid verändern. Paulus richtet seine Zuversicht auf die Kraft Gottes. Ihr traut er alles zu.
T. Plaßmann
Nun sind wir mitten drin in der Passionszeit. Wochen wie auch sonst im Jahr? Oder schaffen wir es doch, ein wenig zur Stille zu kommen? Fasten und Verzichten kann natürlich nicht befohlen werden. Aber testen kann man es schon, ob dieses Innehalten und sich Gott zuwenden wirklich etwas bringt.
Ich versuche es gerade - und würde mich freuen, wenn auch Sie gute Erfahrungen
mit dem Herrn machen, dem wir so unendlich wichtig sind.
Eine gesegnete Passionszeit wünschen Eure / Ihre 4 Meischners





